Wie verdient ein Buchmacher sein Geld?

Warum dein Wettanbieter alles mögliche macht, um dich als seinen Kunden zu gewinnen?

Dir ist sicher schon aufgefallen, dass sich die verschiedensten Wettanbieter darum bemühen, dich als Neukunden zu gewinnen. Das hat einfach den Grund, dass diese mit dir Geld verdienen, da du mit hoher Wahrscheinlichkeit, mehr ein- als auszahlst. Da erfolgreiches Sportwetten grundlegend auf Mathematik passiert, musst du also wissen, wie der Buchmacher sein Geld verdient.

In erster Line ist den meisten Sportwettern einfach nicht bewusst, dass es beim Sportwetten einfach darum geht, die angebotene Quote vom Wettanbieter langfristig zu schlagen Wenn man das einmal verstanden hat, beginnt man anders zu denken und geht das Ganze von Grund auf anderes an. Auch mir ist es anfangs gleich gegangen, ich habe diese essentielle Grundlage nicht verstanden bzw. war mir diese nicht bewusst. Anfangs war mein Gedanke nur dem geschuldet, dass ich für mich selbst festlegte wer heute gewinnen wir, ohne im Detail auf die Quote zu achten.

Es stellte sich heraus, dass dies ein schwerwiegender Fehler war, denn viele Wetten an sich waren gut analysiert und es war eine klare Tendenz daraus abzulesen, nur stimmte die angebotene Quote einfach nicht. Diese war schlichtweg zu gering, um den Buchmacher langfristig schlagen zu können.

Ich machte sogar den Fehler, dass ich solche Quoten miteinander kombinierte. Unterm Strich endete dies in einem regelrechten Desaster. Ich gewann zwar regelmäßig, aber unterm Strich verlor ich mehr und opferte dafür auch noch meine wertvolle Zeit. Mit der Zeit änderte ich meine Denkweise und stellte mir die Frage, wie ein Buchmacher sein Geld verdienen würde. Als ich diese Frage nach längerer Recherche schließlich beantworten konnte, änderte sich meine Denk- und Herangehensweise drastisch.

Widmen wir uns also dieser Frage genauer.

Wahrscheinlichkeiten, faire und bereinigte Quoten - die Basics eines Buchmachers verstehen

Zuerst wird von einem Trader des jeweiligen Sportwettunternehmens, die Wahrscheinlichkeit für ein spezielles Ereignis festgelegt, vereinfacht formuliert.

Diese Wahrscheinlichkeit wird dann in eine „faire Quote“ umgerechnet.

Von dieser „fairen Quote“ wird dann die festgelegte Marge des Buchmachers abgezogen.

So entsteht die „bereinigte Quote“, die uns dann schlussendlich angeboten wird. 

Man muss sich dies wie ein Handelsgeschäft zwischen einem Händler und Kunden vorstellen. Ein Händler bietet ein Produkt an und ein Kunde kauft dieses dann zum angebotenen Preis. Das Geschäft kommt deshalb zustande, weil der Kunde aus Sicht den Preis mindestens als fair empfindet.

Wenn man sich z.B. ein Auto kauft vergleicht man ja auch die Preise und holt sich verschiedene Angebote ein. Das kuriose bei den Sportwetten ist, es hinterfragt nur ein Bruchteil aller Sportwetter die angebotene Quote bzw. vergleicht diese mit anderen Wettanbietern.

Konkretes Beispiel wie ein Buchmacher seine Quote berechnet:

Wettmarkt: Wer hat Anstoß? 

Hier befinden wir uns im 2-Weg-Markt. Da es sich hier um eine Münzwurfentscheidung handelt, ist die Wahrscheinlichkeit das eines der beiden Auswahlmöglichkeiten eintritt, bei 50%.

Nun wird diese Wahrscheinlichkeit von 50% in eine Quote umgerechnet. 

100/Wahrscheinlichkeit = 100/50 = 2,0

Hier handelt es sich jetzt um die sogenannte faire Wettquote, welche die Wahrscheinlichkeit wiederspiegelt.

Diese faire Quote wird nun in die angebotene Quote umgerechnet. Hier rechnet dann der Buchmacher seine Marge ein, die er von der fairen Quote abzieht.

Er muss dafür einen Quotenschlüssel festlegen. In diesem Beispiel beträgt sein Quotenschlüssel, für diesen Wettmarkt, 91%. Das bedeutet, dass er seine Marge mit 9% festlegt.

Angebote Wettquote = Faire Wettquote x (Quotenschlüssel/100) = 2,0 x (91/100) = 1,82

Der Buchmacher bietet dir nun statt der fairen Quote von 2,0, seine bereinigte Quote von 1,82 an.

Er verdient in diesem Beispiel 9% an jeder abgegebenen Wette.

Was noch erwähnt werden muss ist, dass sich diese angebotene Quote auch ändern kann.

Ziel des Buchmachers ist es nämlich, egal wie das Spiel ausgeht, einen Gewinn zu erzielen. Er muss es also schaffen eine Balance auf den jeweiligen Märkten herzustellen. Somit kommt es vor, dass wenn auf Situation A mehr Geld gesetzt wird als auf Situation B, sich die Quote von Situation A nach unten bewegt und die von Situation B steigt.

Somit probiert der Buchmacher diese Balance wieder herzustellen, welche er benötigt, um risikolos im Plus zu landen. Dies ist aber in der Praxis nicht immer möglich.

Jetzt solltest du verstehen wie eine Quote entsteht und wie der Wettanbieter sein Geld verdient.

Eine detaillierte Erklärung findest du im folgenden Video:

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